Samstag, 15. Juni 2013
Mit dem Tod konfrontiert
Da ich noch in die Schule gehe, habe ich einen Nebenjob. Ich arbeite in einem Altersheim und das jedes zweite Wochenende. Ich mache die Dinge, die die Zivildienst-Leute machen. Also Tee verteilen und die Leute beim Essen begleiten und ihnen evtl. helfen. Das mache ich jetzt schon seit zwei Monaten. Ich mag es irgendwie. Ich kann gut mit alten Leuten umgehen und sie freuen sich auch, wenn jemand mal Zeit für sie hat, denn die Pfleger sind immer auf Trab. Doch heute ist was schreckliches passiert. Ein Mann ist gestorben. Ich habe ihn nicht gut gekannt, er war eig. immer unfreundlich zu mir und war immer schlecht gelaunt, weil er wusste, dass er im Altersheim war um zu sterben. Er hatte so eine Krankheit, weiss nicht wie sie heisst, doch man hat sehr viel Wasser im Körper. Und ja. Ich hab ihn nur gesehen wenn ich ihm den Tee gebracht habe. Und heute habe ich ihm den Tee gebracht, er sah schrecklich aus und wollte mit mir sprechen, doch ich habe ihn nicht verstanden, da er an einer Atmungsmaschine angeschlossen war und kein Ton rauskam. Eine Stunde später erfahre ich, dass er gestorben ist.
Ich war noch nie mit dem Tod konfrontiert. Es ist noch nie jemand gestorben in meiner Familie oder in meinem näheren Umfeld. Es war ein Schock, denn schliesslich habe ich ihm noch Tee gebracht und habe nichts geahnt. Dann musste ich noch sein Bett runterbringen, wie schrecklich das war. Obwohl ich ihn nicht gekannt habe, bin ich traurig und muss mir manchmal die Tränen zurückhalten. Ich denke, dass ich für ihn beten werde heute, obwohl ich das eig. so gut wie nie tue. Vielleicht zünde ich auch eine Kerze an. So kann man das sicher gut verarbeiten. Es hier aufzuschreiben ist auch gut.
Rest In Peace Herr W.

... link (0 Kommentare)   ... comment